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Unser Konzept
Seit meiner Studienzeit in den 1960ern reihen sich in meiner Erinnerung, die sich lohnt, erinnert zu werden, viele Feste aneinander. Sie machten uns den damals eher langweiligen Freizeit-Alltagstrott überhaupt erst erträglich; nach Examina oder Umzügen wurde immer gefeiert. Das Grau ist gewichen, die Farben der Feste sind geblieben. Jedes und alles kann zum Thema werden: Familienfeste, berufliche und private Ereignisse, alle Farben, kulturelle Anlässe, schließlich: Visionen. Das Fest ist nur der passende Rahmen dafür, das ihnen gemäße Ritual. So entstand im Jahre 2002 wie von selbst als Konstrukt aus all meinen Erfahrungen als Gastgeberin dieser SALON. In der Isestraße 3. Für Hamburg etwas Neues.
"Tue es, Das Deine. Frage nicht nach Dauer. Geh den Weg Deiner Wahl. Warte nicht auf Andere. Tritt die Spur in den Sand, auch wenn sie verweht." (Andreas Kohlschütter)
Wenn ich "meinen" SALON sage, meine ich "unseren" SALON. Denn ein wunderbarer Abend setzt voraus, dass einige sehr hilfreiche Geister bei der Vorbereitung helfen. Wir alle, die die Idee dieses SALONs unterstützen, tun dies unentgeltlich. Wir wollen keinen Gewinn machen, keinen PR-Etat verteidigen, keine Mini-Gehälter ausschütten – sondern einer immer gleichen Idee huldigen – der der Begegnung unter einem immer neuen Thema.
"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht." (Franz Kafka)
Jeder SALON findet in meiner privaten Umgebung statt. Würde ich in einen angeblich bequemeren, fiktiven "Saal Bismarck" eines feinen Hotels umziehen, wäre ein privater SALON tot. Wir feiern aus Überzeugung privat. Beim UNESCO-SALON vom 3. April 2006 ein diplomatisches Defilée von 40 Gästen der Botschafterin von Mali in französischer Sprache vorzustellen – gelang auch in einem Wohnzimmer ... dank der Warteschlange in einem langen Flur.
Bevorzugt widmen wir uns Themen der französischen Aufklärung: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Wir steigen ein in die Geschichte des SALONs und ihrer Zeitgenossen von vor gut 200 Jahren. Übrigens kann ich mich erinnern, dass ich schon als Mädchen mit 17 Jahren davon geträumt habe.
Salons haben in der deutschen Geschichte eine lange Tradition. So führten Rahel Varnhagen von Ense (1771 in Berlin, 7. März 1833 ebenda, li.) und Henriette Herz (1764 in Berlin, 1847 ebenda, re.) im 18. und frühen 19. Jahrhundert berühmte Salons, wo u.a. die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt, Clemens v. Brentano, Jean Paul, Friedich Schleiermacher, Friedrich Schlegel, Heinrich Heine, Mitglieder der Familie Mendelssohn und Ludwig Börne verkehrten. Das Ehepaar Varnhagen besuchte Goethe mehrmals in Weimar.
"Was immer Du tun kannst oder träumst, es zu können, fang damit an." (Johann W. v. Goethe)
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